Wie soll sich der Ortskern Siebnen entwickeln?

16.10.2018

Der Regional Entwicklungsverband (REV) Einsiedeln-March führt zurzeit bei den Hauseigentümern, Detaillisten und Gastronomen im Ortskern Siebnen eine schriftliche Umfrage durch. Es soll in Erfahrung gebracht werden, wohin der Ortskern sich entwickeln kann und soll. Dazu werden spezifische Fragen zur heutigen Situation, aber auch zur zukünftigen Rolle des Ortskerns als Regionalzentrum gestellt. Die Rückmeldungen dienen als Basis für die Diskussionsprozesse innerhalb der derzeit laufenden «Nutzungsstrategie» Siebnen.

Bereits mit der «Dorfkernanalyse» der Organisation «EspaceSuisse» vom Jahr 2017 hat sich gezeigt, dass der Siebner Ortskern sich verändert. Der Wandel im Detailhandel, verursacht durch veränderte Einkaufsgewohnheiten, steigende Mobilität und Internethandel ist typisch. Trotzdem gilt Siebnen weiterhin als Zentrum der drei Gemeinden Galgenen, Schübelbach und Wangen und als Wohnort mit wachsender Nachfrage. Dies begünstigte in der Vergangenheit eine Grundversorgung und ein Angebot verschiedener Detailhandelsbetriebe. Dazu kommt, dass Siebnen eine traditionelle Rolle als Treffpunkt und Zentrum in der March innehat.

Umfrage als Weckruf

Die Umfrage befasst sich mit den bekannten und weniger bekannten Problemen des Ortskerns Siebnen. Dabei stösst man auf Fragen nach der Aufenthaltsqualität, nach Parkplätzen, nach Potentialen für eine Migros im Ortskern oder auch nach der Rolle des Siebner Märts und den dadurch blockierten Flächen bei der Chilbiwiese. Sogar die Perspektive einer Fusion der drei Gemeinden wird aufgeworfen. Dies vor dem Hintergrund der besseren Koordination zugunsten des Ortskerns Siebnens. Die Umfragen sind nicht Selbstzweck, sondern dienen als Ausgangslage für die Diskussionen mit den Hauseigentümern, Detaillisten und Gastronomen. Dazu werden die Befragten zu je einem Workshop eingeladen, um sich die Resultate der Umfragen zeigen zu lassen und über entsprechende Massnahmen zu diskutieren. Dabei greifen die Experten von
EspaceSuisse auf ein breites Erfahrungswissen zurück.

Regionalentwicklungsverband (REV) sieht sich in der Pflicht

Augustin Mettler, Geschäftsführer des Regional Entwicklungsverbandes Einsiedeln-March sieht in der Unterstützung dieser Prozesse für den Verband eine wichtige Rolle als Dienstleister für die Gemeinden. Der Strukturwandel ist ein Problem, das die Gemeinden nicht allein lösen können. Die Kunden sind mobil und decken sich ebenso leicht im Nachbarort ein. Das bedingt, dass es eine regionale Sicht braucht, die aufzeigt, wo überhaupt noch die Funktion des Regionalzentrums mit Ladenangebot gefragt sein wird. Augustin Mettler selber will für Siebnen keine Prognose wagen. Er weiss aber, dass ohne Strategie und klaren Vorstellungen, wohin man gehen will, kaum mehr eingegriffen werden kann und die Veränderungen tatenlos hingenommen werden müssen.

Quelle: REV Einsiedeln-March