«Mountainbike Zentralschweiz» und Hochschule Luzern sind neu Partner

19.12.2018

Die Zentralschweiz will zu einer der attraktivsten Bike-Regionen der Schweiz werden. Dank der neuen Partnerschaft mit der Hochschule Luzern ist man wieder einen Schritt weiter. Beide Seiten profitieren von dieser Zusammenarbeit: Während sich «Mountainbike Zentralschweiz» über die wissenschaftliche Begleitung ihres Projekts freut, kann die Hochschule Luzern Erkenntnisse aus der Praxis gewinnen.

Die Tourismuskantone Luzern, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Uri wollen den Gästen ein vielfältiges Mountainbike-Erlebnis bieten. Dafür spannen sie zusammen und tragen gemeinsam das Projekt «Mountainbike Zentralschweiz», ein Projekt der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Bundes. Mit der Hochschule Luzern konnten die fünf Kantone einen gewichtigen Partner gewinnen, der interdisziplinäres Wissen, Fach- und Methodenkompetenz mitbringt.

«Die Hochschule wird uns wissenschaftlich begleiten und neutral evaluieren, sodass wir die Wirksamkeit des Projekts klar aufzeigen können», sagt Thomy Vetterli, Product Manager «Mountainbike Zentralschweiz». Einerseits wird die Hochschule Luzern ein Benchmarking durchführen, damit die Zentralschweiz von den international Besten lernen kann. Konkret bedeutet dies, dass sie verschiedene Bike-Destinationen im In- und Ausland miteinander vergleicht, und zwar unter Berücksichtigung von Kriterien wie Bike-Trails, Services für Mountainbiker und Identität der Region. Andererseits wird es Aufgabe der Hochschule Luzern sein, die Wirksamkeit von «Mountainbike Zentralschweiz» zu messen. Der Evaluationszeitraum dauert von Anfang Dezember 2018 bis Ende Dezember 2019.

Die Wirksamkeit messen

Vier verschiedene Bereiche werden beobachtet werden: Welche Trails und Infrastruktur kann das Projekt auslösen? Welche neuen buchbaren Angebote entstehen? Wie verändert sich das Angebot an Serviceleistungen wie Bike-Hotels, Bike-Vermietung oder Bike-Guides? Woher kommen wie viele Gäste und wie zufrieden sind sie? Welche Investitionen werden durch das Projekt ausgelöst? Als Instrumente, um Antworten auf diese Fragen zu finden, dienen unter anderem Umfragen bei touristischen Betrieben, Gästeumfragen, Berücksichtigung bereits vorhandener Datenquellen und des digitalen Verhaltens der Gäste. «So können wir aufzeigen, dass die NRP-Gelder sinnvoll und wirksam eingesetzt werden», erklärt Thomy Vetterli.

Auch die Hochschule Luzern freut sich über diesen weiteren Brückenschlag zwischen Praxis und Lehre. Das Institut für Tourismuswirtschaft ITW forscht in den Bereichen Tourismus, Mobilität und Nachhaltigkeit. Es unterstützt Unternehmen, Behörden und Vereine mit wissenschaftlich fundierten Problemlösungen. «Durch diese Partnerschaft erhalten wir wichtige Impulse aus der Praxis und können interessante Erkenntnisse gewinnen, denn die Hochschule Luzern ist eine Hochschule für die Praxis», sagt Prof. Dr. Widar von Arx, Leiter des Kompetenzzentrums Mobilität und Verkehr an der Hochschule Luzern Wirtschaft.

Bildlegende: «Mountainbike Zentralschweiz» soll unter anderem auch die Schaffung von neuen Trails über die Kantonsgrenzen hinweg erleichtern.

Quelle: NRP Projekt Mountainbike Zentralschweiz – Schwyz Tourismus AG.