Mitgliederversammlung des REV Rigi-Mythen in Morgarten

Donnerstag, 06. April 2017

Die Siedlungsentwicklung wird zunehmend zu einer komplexen Herausforderung. Der Regionalverband Rigi-Mythen will künftig seine Mitgliedergemeinden mit konkreten Projekten in diesem Bereich unterstützen. Dazu erarbeitet der REV einen Werkzeugkasten für Gemeinden, wie er an der Mitgliederversammlung am 23. März 2017 bekannt gegeben hat.

Der Druck nach innerer Verdichtung, Anforderungen im Bereich Umwelt, komplexe Erschliessungsfragen, die stetig wachsende Reglementierung und immer mehr Einsprachen machen Projekte im Bereich Siedlungsentwicklung schwierig. Kaum ein Vertreter der REV Mitgliedergemeinden, der an der Versammlung nicht aus eigener Erfahrung klagen konnte. Der wirtschaftliche Verlust ist enorm, wenn Bau- und Erschliessungsprojekte über Jahre blockiert sind. Besonders bei der Entwicklung von Gewerbezonen sind die Folgen verhehrend. Das lokale Gewerbe kann sich nicht entwickeln und keine neuen Firmen können angesiedelt werden. Die Zahl der Arbeitsplätze stagniert. Eine einfache, überall gültige Lösung kann auch der REV nicht anbieten. Roland Pfyl, Präsident REV Rigi-Mythen glaubt aber, dass mit einer systematischen Projektentwicklung, einer geschickten Moderation, einem frühzeitigen Einbezug der Anwohner und mit einer angemessenen Öffentlichkeitsarbeit Probleme entschärft und die Lösungsfindung beschleunigt werden kann. Die beiden Regionalentwicklungsverbände (REV) Rigi-Mythen und Einsiedeln-March wollen deshalb in diesem Bereich geeignete Instrumente entwickeln. Damit will man Gemeinden bei der Siedlungsentwicklung gezielt unterstützen. Erste Projekte wurden bereits angestossen, weitere sollten folgen.

Vor der eigentlichen Mitgliederversammlung besuchten die Delegierten das Informationszentrum Morgarten. Pirmin Moser aus Sattel ist einer der Hauptinitianten des Informationszentrums und führte durch das Gelände. Das Zentrum wurde im Jahr 2015 im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zur Schlacht am Morgarten realisiert und ist nicht zuletzt aus regionalpolitischer Sicht ein Vorzeigebeispiel. Das Informationszentrum stellt heute ein zusätzliches, sehr willkommenes Plus für den Tourismusstandort Sattel dar.